Hörbuch „Unsere Töchter, die Nazinen“

Zum 88. Jahrestag der Bücherverbrennung in Deutschland ist das Hörbuch „Unsere Töchter, die Nazinen“ erschienen: mein Herzensprojekt, zu dessen Produktion sich ein kleiner Ein-Frau-Hörbuchverlag bereit erklärt hat.

Die Österreicherin Hermynia Zur Mühlen (1883 – 1951) gehörte Ende der 20er Jahre zu den Erfolgsautorinnen Deutschlands. Ihre Milieustudie aus dem Jahr 1935 ist ein antifaschistisches Mahnmal und zeigt eine klare, weitsichtige Einschätzung der damaligen Entwicklungen und Vorkommnisse.Weiterlesen

„Vergesst mich nicht!“ Texte aus dem Gefängnis

Lesung von Julia Cortis mit Musik von Chrisa Lazariotou
Gespräch mit Christiane Schlötzer-Scotland und Dilşad Budak
Am 3. Mai 2021 um 19:30 Uhr als digitale Veranstaltung der Pasinger Fabrik – zum Internationalen Tag der Pressefreiheit

Deniz Yücel © privat

„Für alle, die mich im Gefängnis nicht vergessen haben“, ihnen widmete der inzwischen aus der türkischen Haft entlassene Journalist Deniz Yücel sein Buch „Wir sind ja nicht zum Spaß hier“. Etwa 74 Schriftsteller und Medienvertreter sollen derzeit in türkischen Gefängnissen inhaftiert sein, manche von ihnen ohne Aussicht auf Freilassung zu Lebzeiten. Die Türkei befindet sich auf der weltweiten „Liste der Pressefreiheit“ derzeit auf Platz 154 von 180, hinter Belarus und vor Ruanda, hier beginnt die „Blacklist“ der Länder, die für Pressevertreter und Schreibende die unsichersten sind.

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Der Kulturteller. Eine Extraportion.

Wann: Täglich vom 2. bis 30. November.
Wo: In der Maxvorstadt.
Wer: Münchner Künstler ohne ersetzbare Betriebsausgaben.

Seit heute gelten in Bayern wie in anderen Bundesländern, aber auch in fast allen unseren Nachbarländern sogenannte „Lockdowns“ – in der Version Light, Medium oder High bzw. Heavy Medium und Light Strong. Das Wort „light“ sollte nicht suggerieren, dass es „licht“ – also hell – wird. Vielmehr wird es dunkel: im November früher als noch im Oktober, länger als gewünscht und bei Nässe wie bei Trockenheit ungemütlich. Auch wird es weder leichter noch lichter, denn die Lichter sind ausgegangen: im Orchestergraben, auf der Bühne, in der Bar, am Mischpult. Weiterlesen

Platzpatronen im Magazin

Es ist vorbei. Das Geschwurbel hört auf. Am dritten Freitag im August gibt es Grund zu feiern, denn 20 lange Wochen gehen zu Ende.

20 lange Wochen. Lang? Im Leben eines Menschen? Das kommt darauf an. Sehen wir uns das Kleinkind an mit etwa einem Jahr, dann sind 20 Wochen beinahe die Hälfte seines bisherigen Lebens. Und in dieser Hälfte passiert viel: jeden Tag lernt dieses schutzbedürftige Wesen etwas Neues, fast jeden Tag staunen Eltern und Geschwister über den veränderten Blick, eine neue Haltung und Bewegung oder differenziertere Töne, Laute, Silben.

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