Ein(en) Abend zum Mond

Am 21. Juli 1969 geschah das Unglaubliche: Der erste Mensch sprang von der Leiter seiner Rakete und betrat den Erdtrabanten – Science-Fiction wurde Realität, ein All-Tag zum Alltag.

Zur Erinnerung an das 50. Jubiläum dieses historischen Moments präsentiert die Seerose einen lunatisch-lyrischen Abend über unseren nächsten Nachbarn, der mal rund, mal weniger rund, mal sichelförmig und abwechselnd weiß, gelb oder rot über unseren Himmel rollt – den Mond. Inspirationsquelle für poetische Verlautbarungen, Zeuge ungezählter Liebesschwüre, Projektionsfläche für Wünsche und Sehnsüchte, Gebieter über Gezeiten, Schlaf und Biorhythmus und neuerdings auch Wirtschaftsfaktor, Sprungbrett ins All und Lieferant von Gemüse und Salat, wenn auf der Erde der Platz ausgeht.

Treten auch Sie in Neil Armstrongs Fußstapfen und fliegen Sie mit Anatol Regnier, Julia Cortis, Florian Hoffmann und dem Gitarristen Boris Ruge zum Mond. In der Bordbibliothek stehen dabei Autoren wie Matthias Claudius, Heinrich Heine und Mascha Kaleko und im musikalischen Rahmenprogramm finden sich melodiöse Mondsüchtige wie Neil Young, Janis Joplin und Van Morrison.

Am Dienstag, den 9. Juli 2019 um 19:30 Uhr
im Künstlerhaus, Lenbachplatz 8, Reservierung erbeten unter
0170 3231634 bei Andrew Malura
Design: Luana Cortis

Emilie und Theodor. Eine Liebe in Briefen.

„Geliebter Theo“ – „Meine liebe, süße Emilie“. Theodor Fontane und seine Frau Emilie waren fast 50 Jahre verheiratet. Doch schon in den ersten sieben Ehejahren war Fontane insgesamt fast zwei Jahre abwesend – in einer Zeit, in der Emilie die ersten ihrer sieben Geburten erlebte. Der in einer dreibändigen Ausgabe dokumentierte Briefwechsel der Eheleute umfasst die schriftliche Kommunikation von 1845 bis 1898 und lässt den Ton eines gemeinsamen Lebens Revue passieren, das keineswegs komplikationslos verlief. Die Auseinandersetzung der Liebenden verschafft uns das einzigartige Psychogramm einer Schriftstellerehe, die Julia Cortis in einer Collage lebendig werden lässt.

Am Donnerstag, den 11. Juli 2019 um 19 Uhr im Saal der Münchner Volkshochschule, Bildungszentrum Einstein 28, gleich beim Max-Weber-Platz. Karten für 12,- gibt es direkt bei der MVHS.


Wedekind – Eine Revue

Frank Wedekind, 1864 geborener Zweifler an sich, an der Welt, und vor allem an der Obrigkeit, starb 1918 in München in den Armen seiner „geliebten Tilly“. Dazwischen liegen Jahre harter Arbeit, unzähliger Liebschaften und späten Ruhms. Derart verkürzt kann man einem Menschen nicht gerecht werden, schon gar nicht dieser schillernden Figur der Münchner Bohème: er war Werbetexter, Lyriker, Dramatiker, Bänkelsänger und Schauspieldirektor, Vater und Ehemann – und noch viel mehr.

Wir spielen unsere erfolgreiche Revue am Sonntag, den 14. Juli 2019 auf der Kulturbühne Ars Musica im Stemmerhof München-Sendling, und zwar um 19 Uhr. Wir freuen uns auf Euch!

Plakatdesign Luana Cortis

„To Obama“ – Briefe an Obama

Acht Jahre lang war Barack Obama Präsident der Vereinigten Staaten. In seiner Amtszeit erhielt er jeden Tag zehntausend Briefe aus der Bevölkerung. Bevor er zu Bett ging, las er zehn dieser Briefe – sorgsam ausgewählt von seiner Korrespondenzabteilung. „To Obama. With love, joy, hate and dispair“ lautet der Titel der jetzt auf deutsch erschienenen umfassenden Recherche von Jeanne Marie Laskas.

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Wie es sich anfühlt. Frauen, Künstlerinnen.

Kürzlich erreichte mich die Einladung zu einer Lesung: aus „Vergnüglichem“ und „Unveröffentlichtem“ wollte der berühmte, in München ansässige Schriftsteller lesen, durch den Abend begleitete ihn ein geschätzter Kollege, der gewiss launig und wie immer exzellent vorbereitet diesen Abend moderieren würde.

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Zu Ehren eines Unbeugsamen – Frank Wedekind

Samstag, 26.01.2019 in La Cantina

Wenngleich das noch junge Jahr 2019 nicht mehr zum 100jährigen Gedenken an den Tod Frank Wedekinds am 9. März 1918 veranlasst: einen Unbeugsamen zu ehren, der ein für seine Zeit kritischer Visionär war, ist heute wichtiger denn je. Mit unserer musikalischen Wedekind-Revue ist uns gelungen – schreibt der Münchner Merkur – unser „bürgerliches Publikum an die Verdienste für die gesellschaftliche Entwicklung eines großen, unbeugsamen Künstlers vor über 100 Jahren unterhaltsam, aber nachdrücklich zu erinnern.“

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Musik und Briefe der Romantik: „Liebe und Leidenschaft“

Konzert des Pianistenclubs am Sonntag, den 16. Dezember 2018 um 19:30 Uhr im Kleinen Konzertsaal des Münchner Gasteig.

Drei große Sonaten der Romantik stehen auf dem Programm: Ludwig van Beethovens E-Dur Sonate opus 109 (es spielt Para Chang), Frédéric Chopins Klaviersonate h-Moll, op. 58 (gespielt von Peter Chukhnóv) und als Höhepunkt des Abends die  Sonate für Klavier und Violine von César Franck, bearbeitet für Cello und Klavier mit Birgitta Eila und Klaus Kämper.

Die Musiker aus Spätklassik und Romantik vertonten, was Europas Dichter und Schriftsteller der Zeit in Lyrik, Romane oder unzählige Briefe gossen: etwa Bettina von Arnim an Goethe, ihr Bruder Clemens Brentano an seinen Freund Achim von Arnim, George Sand an Chopin und Alfred de Musset und Elizabeth Barrett Browning an ihren Mann Robert Browning.

Phantastische Musik und in Worte gegossene Liebe. Am 3. Advent in einer Konzertlesung, nach einer Idee von Birgitta Eila. Karten gibt es an der Abendkasse.