Der Glaube ist kein Synchronschwimmen

Freitag 15. November 2019, 19:30 Uhr

Die Berliner Künstlerin Sonya Schönberger untersucht in ihren international renommierten Projekten historische Themen in Zusammenhang mit biographisch Erlebtem. Im Rahmen des Projekts „Kunst und Kirche“ war sie Artist in Residence in Altschwabing, in der Katholischen Kirchengemeinde Sankt Ursula. Die dort entstandenen Interviews und Portraits zum Thema GLAUBE mit Menschen vor Ort aus den Gemeinden St. Sylvester und St. Ursula sind Gegenstand einer performativen Lesung, die mit meinem Kollegen Peter Veit im Dialog und im Dialog mit Orgelmusik von Martin Schwingshandl erklingen wird.

Kirche Sankt Ursula in München-Schwabing, Kaiserplatz 1a (zwischen Kurfüstenplatz und Münchner Freiheit). Foto © J. Cortis

Ein Abend für Else Lasker-Schüler

Dienstag, 12. November 2019, 20 Uhr

Hugo May war für sie der „größte und liebste Gentleman in Zürich“ und für ihn entwarf die Lyrikerin Else Lasker-Schüler 1935/36 das „Gedichtbuch für Hugo May“, das erstmals 2019 mit Briefen und Bildern der Dichterin von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung als Faksimile-Edition beim Wallstein-Verlag herausgegeben wurde. Ein Abend mit Herausgeber Andreas Kilcher (ETH Zürich), Gedichten von Else Lasker-Schüler (1869-1945) und moderiert von Ellen Presser (Kulturzentrum der IKG München).

Wo: Lyrik Kabinett, Amalienstr. 83a, 80799 München, Tel. 089/346299

Abb. aus Else Lasker-Schüler: Gedichtbuch für Hugo May. Wallstein 2019

Jeder Mensch hat einen Namen …

… und der darf nicht in Vergessenheit geraten. Gerade heute, und gerade in Deutschland, wo die größte Oppositionspartei im Bundestag ein Widererstarken des Faschismus salonfähig macht und erst kürzlich ein Faschist mit seiner Partei zweitstärkste Kraft in einem deutschen Landtag wurde.

Am Sonntag, den 10. November ab 11:30 lesen wir aus Kurzbiografien, Texten, Tagebucheinträgen, Briefen von jüdischen Bürgerinnen und Bürgern, die sich aktiv gegen Rassenhass und für Demokratie engagierten und der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zum Opfer fielen.

Veranstaltung der „Arbeitsgruppe Gedenken an den 9. November 1938“ und dem Verein „Gegen Vergessen Für Demokratie e.V.“ unter der Schirmherrschaft von OB Dieter Reiter. https://www.gedenken9nov38.de/

Wo: Am Gedenkstein der ehemaligen Hauptsynagoge, Herzog-Max-Straße (zwischen Münchner Künstlerhaus und Hintereingang Kaufhaus Oberpollinger)

JazzLesung Kurt Vonnegut

Freitag 08. November 2019, Konzertlesung im Rahmen des FMZ Festival.

Der Saxophonist und Komponist Till Martin hat zur „dreckigsten Geschichte, die ich je geschrieben habe“ Musik geschrieben. Der US-amerikanische Schriftsteller Kurt Vonnegut entwickelte in seiner Short Story von 1972 „The Big Space Fuck“ eine futuristische Dystopie, die perfekt in dieses 50. Jubiläumsjahr der Mondlandung passt und erstaunlich aktuell ist. Wer sich vom Titel nicht abschrecken lässt, komme zur Konzertlesung ins Freie Musik Zentrum im Rahmen des FMZ Festival.

Mit Till Martin (ts) und Christian Elsässer (p).

Konzertsaal im Freien Musikzentrum, Ismaninger Str. 29 · Konzertbeginn FMZ Festival 20.00 · Einlass 19.30 Uhr

Oxenberg & Bernstein

Zweisprachige Lesung aus dem ersten auf deutsch erschienenen Roman von und mit Cătălin Mihuleac, geboren 1960 in Iași, Romancier und Dramatiker. Darüber hinaus schreibt er regelmäßig für rumänische Zeitungen.

Ausgangspunkt für seinen beeindruckenden Familienroman „Oxenberg & Bernstein“ ist die Stadt Iași, Wiege der rumänischen Kultur und zugleich Stätte eines der abscheulichsten Pogrome des Zweiten Weltkriegs. Das Verbrechen wird hier neu und raffiniert erzählt.

Wo: Münchner Stadtbibliothek Sendling, Albert-Roßhaupter-Str. 8, 81369 München. Der Eintritt zur gemeinsamen Veranstaltung des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) und der Münchner Stadtbibliothek ist frei.

„To Obama“ – Briefe an Obama

Live-Lesung mit Julia Cortis und Christian Baumann am 2.10.19 um 20 Uhr im Literaturhaus München.

Acht Jahre lang war Barack Obama Präsident der Vereinigten Staaten. In seiner Amtszeit erhielt er jeden Tag zehntausend Briefe aus der Bevölkerung. Bevor er zu Bett ging, las er zehn dieser Briefe – sorgsam ausgewählt von seiner Korrespondenzabteilung. „To Obama. With love, joy, hate and dispair“ lautet der Titel der jetzt auf deutsch erschienenen umfassenden Recherche von Jeanne Marie Laskas.

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Emilie und Theodor. Eine Liebe in Briefen.

Samstag, 14.9.2019, 20 Uhr in La Cantina:
„Geliebter Theo“ – „Meine liebe, süße Emilie“. Theodor Fontane und seine Frau Emilie waren fast 50 Jahre verheiratet. Doch schon in den ersten sieben Ehejahren war Fontane insgesamt fast zwei Jahre abwesend – in einer Zeit, in der Emilie die ersten ihrer sieben Geburten erlebte. Der in einer dreibändigen Ausgabe dokumentierte Briefwechsel der Eheleute umfasst die schriftliche Kommunikation von 1845 bis 1898 und lässt den Ton eines gemeinsamen Lebens Revue passieren, das keineswegs komplikationslos verlief. Die Auseinandersetzung der Liebenden verschafft uns das einzigartige Psychogramm einer Schriftstellerehe, die Julia Cortis in einer Solo-Collage lebendig werden lässt.

Am Samstag, den 14. September 2019 um 20 Uhr in La Cantina, Elisabethstr. 53 (Nordbad), 80796 München. Karten reservieren bei Barbara Markus unter Telefon: 089 12737135


Wedekind – Eine Revue

Frank Wedekind, 1864 geborener Zweifler an sich, an der Welt, und vor allem an der Obrigkeit, starb 1918 in München in den Armen seiner „geliebten Tilly“. Dazwischen liegen Jahre harter Arbeit, unzähliger Liebschaften und späten Ruhms. Derart verkürzt kann man einem Menschen nicht gerecht werden, schon gar nicht dieser schillernden Figur der Münchner Bohème: er war Werbetexter, Lyriker, Dramatiker, Bänkelsänger und Schauspieldirektor, Vater und Ehemann – und noch viel mehr.

Wir spielen unsere erfolgreiche Revue am Sonntag, den 14. Juli 2019 auf der Kulturbühne Ars Musica im Stemmerhof München-Sendling, und zwar um 19 Uhr. Wir freuen uns auf Euch!

Plakatdesign Luana Cortis

Ein(en) Abend zum Mond

Am 21. Juli 1969 geschah das Unglaubliche: Der erste Mensch sprang von der Leiter seiner Rakete und betrat den Erdtrabanten – Science-Fiction wurde Realität, ein All-Tag zum Alltag.

Zur Erinnerung an das 50. Jubiläum dieses historischen Moments präsentiert die Seerose einen lunatisch-lyrischen Abend über unseren nächsten Nachbarn, der mal rund, mal weniger rund, mal sichelförmig und abwechselnd weiß, gelb oder rot über unseren Himmel rollt – den Mond. Inspirationsquelle für poetische Verlautbarungen, Zeuge ungezählter Liebesschwüre, Projektionsfläche für Wünsche und Sehnsüchte, Gebieter über Gezeiten, Schlaf und Biorhythmus und neuerdings auch Wirtschaftsfaktor, Sprungbrett ins All und Lieferant von Gemüse und Salat, wenn auf der Erde der Platz ausgeht.

Treten auch Sie in Neil Armstrongs Fußstapfen und fliegen Sie mit Anatol Regnier, Julia Cortis, Florian Hoffmann und dem Gitarristen Boris Ruge zum Mond. In der Bordbibliothek mit dabei: Geschichten vom Space Race bis zur Mondsucht, musikalisch unterstützt von berühmten melodiösen Mondsüchtigen der 60er Jahre.

Am Dienstag, den 9. Juli 2019 um 19:30 Uhr
im Künstlerhaus, Lenbachplatz 8, Reservierung erbeten unter
0170 3231634 bei Andrew Malura
Design: Luana Cortis