Wedekind im „Literarischen Wirtshaus“

Frank Wedekind, 1864 geborener Zweifler an sich, an der Welt, und vor allem an der Obrigkeit, starb 1918 in München in den Armen seiner „geliebten Tilly“. Dazwischen liegen Jahre harter Arbeit, unzähliger Liebschaften und späten Ruhms. Derart verkürzt kann man einem Menschen nicht gerecht werden, schon gar nicht dieser schillernden Figur der Münchner Bohème: er war Werbetexter, Lyriker, Dramatiker, Bänkelsänger und Schauspieldirektor, Vater und Ehemann – und noch viel mehr.

Zum Auftakt der neuen Reihe „Literarisches Wirtshaus“– eine Kreation der Well-AG im Poltiversum – haben wir im Gasthof Lacherdinger in Ascholding erzählt, gesungen, rezitiert und in Szene gesetzt, was Frank Wedekind hinterlassen hat – so wie er selbst einst in der Kabarettkneipe Simplicissimus in der Münchner Türkenstraße. Wedekind lebte viele Rollen, so halten wir es auch: der Musiker (Alex Haas) spricht und spielt und die Sprecherin spielt und singt.

Wir wünschen dem Literarischen Wirtshaus noch eine unterhaltsame Saison – und uns noch viele Male die Möglichkeit, einen Abend lang Wedekinds Gedanken und Geschichten einem so großartigen Publikum zu erzählen, weinend und lachend.

Fotos (1-3) © Zeno Legner

Kommentare 2

  1. Markus Vogt 23. Oktober 2018

    Liebe Julia,
    für den schönen Wedekind-Abend mit so viel Esprit danke ich Dir und Euch sehr herzlich. Glückwunsch zu der gelungenen Textzusammenstellung und dem so konzentrierten, humorvollen Vortrag der Texte und Lieder, mit dem ihr das Publikum und mich begeistert habt!
    Markus Vogt

    • julia 23. Oktober 2018

      Danke, lieber Markus. Es ist wunderbar, nach getaner Arbeit die Ernte einzufahren – vor allem mit so einem netten, präsenten und begeisterten Publikum!

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