„Sauna, Saufen und Sisu“ im Kino

Donnerstag, 14. Juni 2018
im Neuen Maxim
um 20:30 Uhr

Finnland in Filmen, Geschichten und Musik steht an diesem Abend kurz vor der Mittsommerwende auf dem Programm des kleinen, feinen Kinos an der Landshuter Allee. Kinochefin Anne Harder macht den wunderschönen großen Saal auf für die Literatur und die Musik aus dem Land der Wälder und der Seen, der Saunen und der Liebe zur guten Laune, die nicht selten durch Hochprozentiges in Schwermut umschlägt.

Unser Trio „Zwei Quötchen Frau“ – Julia Cortis, Tuija Komi und unser Quotenmann Vlad Cojocaru – wir huldigen mitten in München der finnischen Seele, hören ihre leisen und derben Töne und zeigen in Kurzfilmen die schönsten und bizarrsten Momente aus dem Land, das im „World Happiness Report“ dieses Jahr ganz oben auf der Liste steht.

Der Sound wird getestet. Arbeitstreffen im Neuen Maxim: Tuija Komi, Anne Harder, Julia Cortis

Bücher aus dem Feuer

10. Mai 1933 – 10. Mai 2018
Odeonsplatz: Lesung gegen das Vergessen 12-14 Uhr (12:40)
Königsplatz: Bücher aus dem Feuer, Lesung ab 11 Uhr (14:40)

Einst litauische Gutsbesitzerin, starb die 1883 in Wien geborene Hermynia zur Mühlen – Gräfin Crenneville – verarmt in England 1951, wohin sie auf der Flucht vor den Nationalsozialisten emigriert war. Als ausgebildete Volksschullehrerin durfte sie zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts nicht arbeiten, da dies nicht standesgemäß war. 1919 zog die Österreicherin nach langer Tuberkolose-Krankheit und Kur in Davos von der Schweiz nach Deutschland. Ihre Texte in der revolutionären Presse und ihre Übersetzungen meist sozialkritischer Werke aus dem Ausland zwangen sie jedoch dazu, Deutschland 1933 wieder zu verlassen.
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Faust, Mephistopheles und Mephistophela

Dienstag, 8. Mai 2018, 19:30 Uhr

Das Faust-Festival ist in vollem Gange und der literarische Seerosenkreis natürlich auch mit dabei: sein ganz persönliches Faust-Potpourri hat dafür Michael Skasa zusammengestellt, unter dem Titel „Zum Teufel mit dem Doktor Faust!“ präsentieren der Autor, zwei Sprecher (Julia Cortis und Jürgen Jung) und der Pianist Frederic Hollay einen vergnüglichen Ritt durch allerlei Cover-Versionen des Originals, gekleidet in entsprechende Klänge.

Die Anmeldung empfiehlt sich: unter seerosenkreis@gmail.com oder telefonisch unter 0170-32 31 63 4

Literatur und Wahnsinn

Samstag, 28. April 2018, 19 Uhr:

„Im Irrenhaus / da sind die Irren drin“
Literatur und Wahnsinn – Lesung im Rahmen einer interdisziplinären Tagung

Wahnsinn – Tollheit – Melancholia – Hysterie – Schizophrenie – Bipolarität: Begriffe, die eine Abweichung von der Norm, das Bizarre in Kategorien zu fassen versuchen. Eine interdisziplinäre Tagung zeigt die enge Beziehung zwischen Literatur und Wahnsinn und wird in Vorträgen, Diskussionen und einer Lesung darstellen, wie sich das Bild von Wahnsinn verändert hat.

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Ein Karfreitag in Lochham

Die Sterbestunde Jesu, das ist die neunte Stunde des Tages nach alter Zählung. Also in Mitteleuropa um 3 Uhr nachmittags. Am Karfreitag um 3 Uhr nachmittags geht Erwin mit seinem Einkaufswagen auf Rädern in Lochham bei München unter der S-Bahnbrücke durch. Es ist kalt und grau, es nieselt, ein unwirscher Tag. Gar nicht frühlingshaft, wie man sich das erhofft hat. Wer nicht unbedingt raus muss, bleibt heute lieber zuhause.

Erwin geht etwas gebückt, aber wie ein 85jähriger sieht er eigentlich nicht aus. Zäh und drahtig wirkt er, ganz offenbar ist er ein „Einheimischer“, mit seinen Haferlschuhen und den Wollsocken. Er grantelt ein bisserl vor sich hin, die Augen immer auf den Meter Boden vor ihm geheftet, die rechte Hand umklammert den Trolley. Der hat auch schon bessere Tage gesehen. Vor kurzem ist Erwin auf der Treppe gestürzt, da ist ihm der Wagen ausgekommen und der Handlauf ist gebrochen. Aber als ehemaliger Metallarbeiter scheißt sich der Erwin nix (so sagt man hier in Bayern) und flickt ihn mit blauem Hansaplast.

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Frank Wedekind – Eine Revue zum 100. Todestag

Als Schriftsteller, Schauspieler, Journalist, Kabarettist und Werbetexter war er eine der schillerndsten Figuren der Schwabinger Bohème. In seinem gesamten literarischen Werk erweist er sich als ein ebenso wacher wie scharfer Kritiker der Wilhelminischen Ära. Er „war ein Mann der Masken und der kaum zu durchdringenden Verkleidung. Er war den Zeitgenossen im Grunde ein Rätsel, und den Nachlebenden ist er es nicht weniger“, heißt es in einem Vorwort zu seinen Briefen.
Zum 100. Todestag von Frank Wedekind kommen wir diesem Rätsel auf die Spur – Julia Cortis (Rezitation/Gesang) und Alex Haas (Gitarre/Laute) präsentieren Simplicissimus-Gedichte und Bänkellieder sowie Auszüge aus Dramen und Briefen. Erläuterungen zu Wedekinds Biografie und der Rezeption seiner Werke ergänzen das Bild dieses provokanten und meistgespielten Dramatikers seiner Zeit.

„Greife wacker nach der Sünde“ nennen wir unsere Revue am Abend des 9. März 2018 anlässlich Wedekinds 100. Todestag.

Ort: Einstein 28
Bildungszentrum der MVHS, Einsteinstr. 28
Beginn: 19 Uhr. Hier gibt es Karten.

Faust-isch!

Dienstag, 19. Dezember 2017, 19 Uhr

Die Goethe-Gesellschaft München läutet vorab das Münchner Faust-Festival ein mit Auszügen aus Goethes Tragödie und mit An-, Nach- und Umdichtungen aller Art – sei es aus Programm- und Reklameheften oder aus dem Mund von Dichtern und Staatsmännern. Auch dramatische Szenen an ungewöhnlichen Orten verspricht die kommentierte Auswahl von Johannes John, gesprochen von Julia Cortis. Die Münchner Pianistin Birgitta Eila krönt den Faust-Abend mit Auszügen aus ihrem umjubelten Konzertprogramm, u.a. mit Musik von Goethe-Verehrer Franz Liszt.

Ort: Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft München e.V. IBZ, Amalienstraße 38, 80799 München. (Keine Reservierung möglich, nur Abendkasse!)

Otis Redding revisited

Dienstag, 12. Dezember 2017 um 20:00 Uhr

50 Jahre nach dem frühen Unfalltod des Soul-Sängers Otis Redding, der vor allem als Crooner und für seine Live-Auftritte bekannt war, dessen Song „Dock of the Bay“ erst post mortem die Charts eroberte, ehrt der Autor Matthias Klein ihn mit poetischen Texten, denen ich meine Stimme leihe. Dazu gibt es – natürlich – seine Musik zu hören.

Ort: La Cantina, Elisabethstraße 53, Nähe Nordbad. Anmeldung unter 089 12737135.
Foto: Stax Records

Adventskalender für junge Deutschlerner

Um ein kleines Wunder und um Weihnachten geht es in der Geschichte „Die Reise nach Ägypten“ von Hermann Schulz, die beim Deutschen Taschenbuch Verlag erschienen ist. In 24 Häppchen aufgeteilt und mit Text und Anmerkungen versehen hat sie das Goethe-Institut für das Deutschlern-Netzwerk PASCH, was für „Schulen: Partner der Zukunft“ steht. Die Initiative vernetzt weltweit mehr als 1.800 Schulen, an denen Deutsch einen besonders hohen Stellenwert hat.
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