1917 – Erinnerungen der Lyrikerin Sinaida Hippius

„Die Russische Revolution 1917 – Auftakt zur Zeitenwende“ heißt der Abend der Münchner Volkshochschule, mit dem die Veranstaltungen zum 100. Jahrestag der Revolution(en) in diesem Herbst eingeläutet werden. Am Montag, den 25. September 2017, um 19 Uhr in der Black Box im Gasteig.

„Auch die Seele befindet sich in einem circulus vitiosus, tagtäglich“ schreibt die Lyrikerin Sinaida Hippius in ihren Tagebuchaufzeichnungen schon im Juli 1916. Die Chronistin begleitet in ihren persönlichen Beobachtungen die Anfänge der demokratischen Revolutionsbewegungen von der patriotischen Stimmung, die sich bei Ausbruch des ersten Weltkrieges in der Bevölkerung breitmachte, bis hin zur Ernüchterung angesichts der erschreckenden Aussichtslosigkeit eines menschenwürdigen,  befreienden und friedlichen Umsturzes. Nach einem Vortrag über Entwicklung und Hintergründe der Revolution von Historiker Martin Aust werde ich Sinaida Hippius in ausgewählten Passagen aus ihren „Petersburger Tagebüchern 1914 – 1919“ in ihren Einschätzungen und ihrem persönlichen Empfinden skizzieren.

 

Hippius_Julia_Bühne

Die Freude über eine Rose aus dem Publikum der voll besetzten Black Box im Gasteig ist Gegengewicht und Erlösung nach den intensiven und schwermütigen letzten Texten.

Kommentar 1

  1. Wolfger Pöhlmann 21. September 2017

    sie hat wahrlich eine Erinnerung verdient, zählt sie doch zu jener immer wiederkehrenden Spezies von einzigartigen Frauen,
    die gleichzeitig schön, klug und radikal sind

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